Hey, so einfach ist Nachhaltigkeit im Alltag – mit Beispielen

12 nachhaltige Tipps, die du ganz einfach umsetzen kannst

Hey, im Kampf gegen den Klimawandel zählt jeder noch so kleine Schritt. Beim Einkaufen, bei der Arbeit oder beim Duschen: Nachhaltigkeit geht überall. Oft sogar ganz einfach. Wir erklären dir, wie’s geht und geben dir 12 Tipps für Nachhaltigkeit im Alltag mit auf den Weg, die du ganz easy umsetzen kannst.
Alles klar? Dann los!

1. Hey, kauf nicht mehr, als du essen kannst!

„Oh, im Angebot. Toll, das kauf ich! Und das, das nehm ich auch mit.“

Geht es dir auch manchmal so – und dann ist der Einkaufswagen voll mit vielen leckeren Dingen, bloß: Wann willst du das alles essen? Damit bist du nicht allein. Eine Umfrage des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zeigt: Jeder Deutsche wirft pro Jahr rund 55 kg Lebensmittel weg.
Ui, ganz schön viel! Und besonders heftig ist, dass knapp die Hälfte noch genieß- und verwertbar gewesen wäre. So einfach kannst du das vermeiden: 

  • Kaufe nur so viel ein, wie du auch essen kannst. Vielleicht hilft es dir, dich an Mengenangaben in Rezepten zu orientieren. So wird nichts schlecht oder landet im Müll. 
  • Überprüfe regelmäßig, welche Lebensmittel bald ablaufen. Ist ein Produkt über dem Mindesthaltbarkeitsdatum, musst du es nicht gleich wegwerfen! Verlasse dich auf deine Sinne – oftmals sind Lebensmittel noch viel länger haltbar. Achte nur darauf, dass du sie möglichst bald verarbeitest. Dabei kannst du auch kreativ werden und aus den Resten ein tolles neues Gericht kreieren.

2. Hey, ziehst du das wirklich an?

„Ach das Shirt …, ja, war ein Fehlkauf. Und das da auch.“

Die meisten Menschen in Deutschland haben mehr Kleidung, als sie brauchen. Schon klar, bei Mode geht es nicht immer ums „Brauchen“, sondern auch ums „Wollen“. Aber ein Schrank, der überquillt vor kaum getragenen oder ungetragenen Impulskäufen, das muss nicht sein. Überlege vor jedem Kauf: Brauch ich das und ziehe ich das an? Wenn du dem Kaufrausch einfach nicht widerstehen kannst, lohnt es sich, mal in einem Secondhandshop vorbeizuschauen: Dort findest du viele besondere Einzelstücke, die sich auf einen neuen Besitzer freuen. Oder du setzt ganz bewusst auf Modelabels, die nachhaltig produzieren. Damit sagst du der Fast Fashion-Industrie den Kampf an.

3. Hey, lass doch dein Auto stehen – vor allem auf kurzen Strecken!

„Ich fahre kein Auto! Außer es regnet, die Sonne scheint oder sonntags zum Bäcker.“

Dass Autos CO2 ausstoßen, ist kein Geheimnis. Und mit jeder Autofahrt machst du dabei mit. Besonders fies: Gerade auf kurzen Strecken verbrauchen Autos im Verhältnis besonders viel CO2, damit der Motor richtig in Schwung kommt. Lass dein Auto also stehen, wenn du kannst. Gerade auf kurzen Strecken kannst du zu Fuß gehen oder Fahrrad fahren. Sieh es einfach als Mini-Fitnessprogramm. Du fährst sonntags immer mit dem Auto zum Bäcker? Geh doch mal zu Fuß oder fahr mit dem Fahrrad, um der Umwelt etwas Gutes zu tun. Wenn dir dann noch nicht so wirklich nach Bewegung zumute ist, kannst du natürlich auch ein paar Stationen mit der Bahn oder dem Bus fahren.

4. Hey, nimm die Tüte mit!

„Oh, ich brauch noch ‘ne Tüte.“

Irgendwann am Gemüsestand oder der Supermarktkasse merkst du: Das muss ja alles irgendwo rein und du hast nix dabei. Also schnell zur Plastiktüte oder dem Stoffbeutel gegriffen. Kostet ja nicht viel. Das stimmt für den Moment. Aber zu Hause hast du dann irgendwann mehr Ein- und Mehrwegbeutel, als du jemals verbrauchen kannst. Das ist nicht unbedingt nachhaltig und außerdem super nervig. Nimm lieber immer einen Stoffbeutel mit (oder eine Plastiktüte oder ein Gemüsenetz). Auch wenn du gar nicht vorhast einzukaufen. Denn irgendwie passiert es dann doch. Und dann hast du alles dabei. Die kleinen Beutel nehmen nicht viel Platz weg und können ganz einfach verstaut werden. Übrigens: Obwohl es mittlerweile Verpackungen aus nachhaltigen Materialien gibt, lässt sich Plastik gerade bei Lebensmitteln manchmal nicht vermeiden. Du kannst aber darauf achten, nachhaltige Verpackungen aus recyceltem PET zu kaufen.

5. Hey, probier doch mal pflanzliche Ernährung aus! 

„Man müsste weniger Fleisch essen.“

Irgendwie weißt du es bestimmt. Aber trotzdem sind die Zahlen krass: Um 1 Kilo Rindfleisch herzustellen, werden laut Umweltbundesamt 30,5 kg Treibhausgas-Emissionen freigesetzt. Für die Produktion eines Kilos Fleischersatz auf Sojabasis sind es nur 2,8 kg. 

Das muss nicht immer das saftige Steak sein. Es ist auch das Hackfleisch in der Bolognese, der Bacon zum Rührei oder die Wurst zum Abendbrot. Bei dem Gedanken daran fällt es dir schwer, auf Fleisch zu verzichten? Klar, denn mit Gewohnheiten und Ritualen zu brechen ist nicht so einfach. Aber hey, wie wäre es mit einem fleischlosen Tag in der Woche? Oder du experimentierst mit vegetarischen und veganen Rezepten herum. Es wird nicht lange dauern und du wirst merken, dass es auch mit vielen pflanzlichen Produkten wie dem Aufstrich mit Haferdrink geht. Überhaupt hat eine pflanzliche Ernährung viele Vorteile.

6. Hey, das kannst du doch reparieren!

„Geht nicht, weg damit!“

Wenn etwas kaputtgeht, ist es sehr einfach: ab in den Müll oder zum Recycling. Noch besser als wegschmeißen und neu kaufen wäre jedoch eine Reparatur. Das ist auch für die Umwelt gut, weil viel weniger Müll entsteht. Und deinen Geldbeutel freut es auch. In vielen Repair-Cafés kannst du gemeinsam mit anderen oder alleine kostenfrei elektronische Geräte, Textilien und vieles mehr reparieren. Schau doch mal, ob es sowas auch in deiner Stadt gibt. Neue Bekanntschaften gibt’s mit Sicherheit inklusive.

7. Hey, wie wär’s mit Upcyling?

„Das brauch ich nicht mehr.“

Scheinbar nutzlose Gegenstände kannst du in echte Hingucker verwandeln. Aus einer alten Jeans kannst du zum Beispiel eine coole Tasche nähen und ihr einen neuen Zweck geben. Wenn du nicht so künstlerisch begabt bist, spende die Dinge, die du nicht mehr brauchst, oder verschenke sie an Freunde oder Familie, anstatt sie wegzuwerfen. Auch eine gute Idee: Kleidertauschpartys! Jeder bringt aussortierten Kleidungsstücke mit und es kann untereinander getauscht werden. So bekommen deine ungetragenen Klamotten einen neuen, glücklichen Besitzer und vielleicht findest du dabei auch ein neues Lieblingsteil.

Hey, was bedeutet Nachhaltigkeit eigentlich?

Nachhaltigkeit ist ursprünglich ein Prinzip aus der Forstwirtschaft. Es besagt, dass im Wald nicht mehr Holz gefällt werden darf, als nachwachsen kann. Dieses Prinzip lässt sich aber auch auf alle anderen Lebensbereiche ausweiten. Wir dürfen unserem Ökosystem nicht mehr entziehen, als es braucht, um bestehen zu bleiben. Nur auf diese Weise können wir zukünftigen Generationen das Leben auf dieser Erde weiterhin ermöglichen.

Ein Mann fällt einen Baum mit einer Kettensäge

8. Hey, dreh mal den Hahn ab!

„Und jetzt erst mal 5 Minuten unter der Dusche Zähne putzen.“

Nach einem anstrengenden Tag ist es ganz schön verlockend, sich 20 Minuten unter die Dusche zu stellen und sich das Wasser auf den Kopf prasseln zu lassen. Doch dadurch verschwendest du leider jede Menge Wasser. Drehe der Umwelt zuliebe also lieber mal den Hahn ab, wenn du deine Haare einshampoonierst, dich einseifst oder dir die Zähne putzt.

9. Hey, so sparst du Strom!

„Wieso ist die Stromrechnung so hoch?“

Überprüfe, ob alle Lichter und Geräte ausgeschaltet sind und ziehe die Stecker heraus, wenn du einen Raum für längere Zeit verlässt. Dein Konto und die Umwelt freuen sich. Kleiner Tipp mit großer Wirkung: Dein Handy kannst du in den Energiesparmodus setzen, wenn du es gerade nicht brauchst – zum Beispiel über Nacht. So sparst du Strom, schonst den Akku und hast mehr Zeit, bis es wieder „on low battery“ läuft.

10. Hey, sag „nein” zu Einwegprodukten!

„Aber Einweggrills sind so praktisch. Man kann sie direkt vor Ort entsorgen!“

Einwegprodukte aus Plastik wie Strohhalme, Teller oder Besteck sind bereits Geschichte. Alternativen aus Pappe und Papier sind häufig nachhaltiger, doch die beste Option ist immer noch auf Mehrwegprodukte zurückzugreifen. Bei einem Grillabend am See kannst du dein Geschirr von zuhause mitbringen. Wiederverwendbare Wachstücher machen Frischhaltefolie und Alufolie völlig überflüssig. Den Coffee to go kannst du in vielen Cafés ganz ohne Umstände in deinen eigenen Becher abfüllen lassen. Man könnte die Liste endlos weiterführen. Es lohnt sich, einmal deinen Haushalt unter die Lupe zu nehmen und zu überlegen, an welchen Stellen du vielleicht auf Einwegprodukte verzichten kannst.

11. Hey, koch’s dir selbst!

„Aber ich kann doch gar nicht kochen!“

Dann ist es jetzt an der Zeit, das zu ändern! Indem du ab und zu selber den Herd anschmeißt, statt auf Fertiggerichte zu setzen oder etwas zu bestellen, kannst du der Umwelt etwas Gutes tun. Wer weiß, vielleicht mutierst du ja noch zum Sternekoch? Selber machen kostet häufig weniger als fertige Ware zu kaufen, hinterlässt weniger Verpackungsmüll und spart Ressourcen. Alltagsprodukte wie Waschmittel, Deo oder Putzmittel kannst du zum Beispiel  auch ohne großen Aufwand selbst herstellen.

Die Folgen des Klimawandels sind zunehmend spürbar. Deshalb ist ein nachhaltiges Denken und Handeln wichtiger denn je. Bereits durch kleine Veränderungen im Alltag leistest du einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz. Es geht dabei nicht darum, dass du all unsere Tipps auf einmal umsetzt. Wichtig ist, dass du dir zunächst ein Bewusstsein dafür schaffst, warum Nachhaltigkeit so wichtig ist.

Hey, mit unserem Aufstrich kannst du lecker kochen!